21.11.2009 MANV - Übung

MANV - Übung Flughafen Saarbrücken

Flughafen-Großübung mit positivem Fazit

Die Großübung des Flughafens Saarbrücken und der Feuerwehr Saarbrücken fand nach monatelangen Vorbereitungen am heutigen Samstag statt. Annähernd 250 Beteiligte zeigten, dass die Zusammenarbeit vor Ort gut funktioniert.

Die weitere Auswertung der Übung in den kommenden Monaten wird zeigen, wo sich in den Alarmierungswegen und den Einsatzplanungen Verbesserungen erzielen lassen. Denn speziell diese Bereiche sollten schwerpunktmäßig betrachtet werden.

Dem von zahlreichen Beobachtern - unter ihnen Innenstaatssekretär Jungmann und der Saarbrücker Sicherheitsdezernent Borgard - verfolgten Szenario lag folgende Annahme zu Grunde:

Ein Verkehrsflugzeug, besetzt mit 20 Passagieren und 3 Besatzungsmitgliedern, kommt nach der Landung durch einen geplatzten Reifen von der Landebahn ab und kollidiert mit einem Anderen, am Vorfeldrand abgestellten Flugzeug.  Bei dem Zusammenstoß wird die rechte Tragfläche und das Heckteil der Unfallmaschine abgerissen, 5 Passagiere werden ins Freie geschleudert, 15 mittelschwer bzw. schwer verletzte Passagiere verbleiben im Flugzeugrumpf. Kerosin läuft aus und entflammt sich sofort. 10 leicht verletzte Personen, die mit der Abfertigung der abgestellten Maschine beschäftigt waren, irren an der Unfallstelle sowie im Trümmerfeld umher.

Die zuerst eintreffende Flughafenfeuerwehr löschte das "Feuer" optisch beeindruckend mit ihren Flugfeldlöschfahrzeugen und begann anschließend mit ersten Rettungsmaßnahmen. Unter schwerem Atemschutz unterstützten die Löschbezirke Ensheim und Eschringen der Freiwilligen Feuerwehr Saarbrücken die Rettung der "Verletzten" aus dem verrauchten Flugzeug.

Die übliche, bei Einsätzen vorhandene "Chaosphase" war erstaunlich schnell beendet und die Einsatzleitung schaffte es binnen Minuten den Einsatz zu ordnen.

Die Rettung aus dem Flugzeug - ein echtes Flugzeug wurde für diese Übung zur Verfügung gestellt - wurde dann mithilfe des Löschuzges der Berufsfeuerwehr beendet.

Anschließend galt das Augenmerk der ersten rettungsdienstlichen Versorgung der "Verletzten". Strukturiert wurden die "Patienten" Behandlungszelten zugeführt, wo sie von Einsatzkräften des Deutschen Roten Kreuzes und des Arbeiter-Samariter-Bundes gemeinsam mit den Feuerwehr-Einsatzkräften behandelt wurden.

Der Transport und die Verteilung auf Krankenhäuser soll der Schwerpunkt einer weiteren Übung werden.

In einem ersten Fazit wurde die Übung von Beobachtern, Übungsleitung und Einsatzkräften sehr positiv bewertet.





Veröffentlicht am:
11:43:33 14.12.2009 von Manuel Braun