28.02.2010 Sturmeinsätze Xynthia

Infos folgen

Um 11:00h wurde der LB 11 komplett alarmiert. Direkt wurden wir mit den ersten Einsätzen beauftragt. Bis um 21:00h wurden ca. 35 Einsätze abgearbeitet. Meistens handelte es sich um umgestürzte Bäume, oder lose Teile, die drohten abzustürzen.
Um 12:00h wurde um die Haupteinsatzzentrale der Berufsfeuerwehr zu entlasten im Löschbezirk die TEL Mitte eingerichtet. Diese arbeitete ebenfalls über 30 Einsätze ab.

Herzlich wollen wir uns bei dem Restaurante El Paso bedanken, welches uns kostenfrei verpflegt hat.

Am Sonntag hat Sturm "Xynthia" das Saarland in Atem gehalten. Vor allem umgestürzte Bäume und abgedeckte Dächer machten den Einsatzkräften viel Arbeit. Am Abend stabilisierte sich die Lage dann wieder.

Für zahlreiche Störungen auf saarländischen Straßen hat am Sonntag der Sturm "Xynthia" gesorgt. Nach Angaben der Branddirektion Saarbrücken gingen bis zum Abend rund 2000 Notrufe ein. Umgestürzte Bäume und abgedeckte Dächer hätten den Einsatzkräften von Feuerwehr, THW und Polizei im Regionalverbrand, im Saarpfalz-Kreis und im Kreis Merzig-Wadern viel Arbeit gemacht.

Rund 690 Mal rückten die Einsatzkräfte bis zum Abend aus. Die Wetterdienste meldeten am Abend, dass der Sturm über das Saarland hinweg gezogen sei.

Straßensperrungen und Flugausfälle

Wegen umgestürzter Bäume und herabfallender Äste waren im Saarland bis zum Sonntagabend zahlreiche Straßen für den Verkehr gesperrt. Daneben kam es auch auf Autobahnen zu Störungen. Am Flughafen Ensheim behinderte Seitenwind von bis zu 100 km/h den Flugverkehr. Landungen und Starts verzögerten sich. Auch in Hahn und Luxemburg war der Verkehr zeitweise gestört.

Zugverkehr wurde eingestellt
Im Saarland fuhren seit 13.00 Uhr gar keine Züge. Wegen des Sturmtiefs "Xynthia" hatte die Bahn den Zugverkehr eingestellt. Sie sprach von einer Sicherheitsmaßnahme. Der Sturm wirkte sich auch auf den Fernverkehr aus. So war z.B.der Hauptbahnhof Frankfurt blockiert. Wann sich die Lage im Bahnverkehr wieder normalisieren wird, war bis zum Abend unklar.

Nach Bahn-Angaben kam es bundesweit zu Verspätungen und Zugausfällen. Äste in den Oberleitungen und umgefallene Bäume hätten für teilweise mehrstündige Streckensperrungen gesorgt.

Windgeschwindigkeiten bis zu 133 km/h
Eine der höchsten Windgeschwindigkeiten des Orkantiefs "Xynthia" wurde am Sonntag mit 133 km/h in Berus gemessen. In Rheinland-Pfalz erreichte der Wind Geschwindigkeiten bis zu 165 km/h.

Unterschiedliche Auswirkungen des Sturms
Der Sturm wirkte sich sehr unterschiedlich aus. Während in manchen Ortschaften kaum etwas zu merken war, kam es in anderen Regionen zu starken Beschädigungen.

Auf der A8 stürzten in der Nähe von Neunkirchen mehrere Bäume auf die A8. In der Preußenstraße in Saarbrücken stürzte ein Falchdach ab. Zwei Autos wurden total beschädigt.

Nach bisherigen Einschätzungen der Polizei sei das Saarland jedoch relativ glimpflich davongekommen. In Saarlouis und in Ludweiler wurden vier Menschen leicht verletzt.





Veröffentlicht am:
21:19:16 03.03.2010 von Manuel Braun