
Saarbrücken (ddp-rps). In einer Recyclinganlage in Saarbrücken ist am Donnerstagabend ein Brand ausgebrochen, der die ganze Nacht und den ganzen Freitag lang gelöscht werden musste. In einer Sammel- und Trennstelle auf dem Gelände fingen bis zu sieben Meter hohe Stapel von Haus- und Sperrmüll auf einer Fläche von 500 Quadratmetern an zu brennen, wie ein Polizeisprecher auf ddp-Anfrage in Saarbrücken sagte. Die Löscharbeiten sollten nach Schätzungen der Feuerwehr bis zum Freitagabend andauern. Auch nachdem der Brand unter Kontrolle war, hatten sich immer wieder kleine Glutnester gebildet.
Durch den Brand hatte sich eine Rauchwolke entwickelt, die sich über den gesamten Stadtverband Saarbrücken sowie die Städte Völklingen und Bous gelegt hatte. "Der Rauch lag noch am Morgen wie ein dichter Nebel sogar über der Autobahn", sagte der Polizeisprecher.
Die Bevölkerung wurde bis zum Vormittag angewiesen, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Messungen des Landesamtes für Umwelt- und Arbeitsschutz und der Feuerwehr ergaben jedoch, dass keine gesundheitliche Gefahr von der Rauchwolke ausgeht. Die Feuerwehr hat unter der Telefonnummer 0681 / 30 10 555 ein Bürgertelefon eingerichtet. Seit Ausbruch des Brandes waren insgesamt 400 Rettungskräfte von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk (THW) an der Brandstelle, zuletzt waren es noch rund 100.
Die Brandursache und die Schadenshöhe sind noch unklar. Die Brandermittler der Kriminalpolizei können das Gelände erst betreten, wenn das Feuer vollständig gelöscht ist. Das wird dem Polizeisprecher zufolge frühestens am Samstag geschehen, mit ersten Ergebnissen sei erst am Montag zu rechnen.
Am Mittwochabend war auch in Mainz in einem Recyclingbetrieb ein großes Feuer ausgebrochen. Es wird bisher vermutet, dass hier ein Blitzeinschlag bei dem schweren Unwetter an dem Abend der Auslöser für den Brand war. Die Behörden entzogen dem Unternehmen vorerst die Betriebserlaubnis.